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Preisdaten Stand 14.10.2026 Günstigstes E-Auto ab 18.900 € Haushaltsstrom 36,2 ct/kWh Super 95 2,21 €/l Quellen

Elektroauto-Preise verstehen: Grundpreis, Listenpreis, Endpreis

Ratgeber · Redaktion · veröffentlicht am 14.10.2026

Elektroauto-Preise verstehen: Grundpreis, Listenpreis, Endpreis

Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion

Wer Elektroautos vergleicht, stößt zuerst auf eine Zahl: den Preis ab. Er steht in Prospekten, Konfiguratoren und Preislisten und wirkt eindeutig. Tatsächlich ist er nur der Anfang einer Rechnung, an deren Ende oft mehrere tausend Euro mehr stehen. Dieser Ratgeber erklärt, was der Grundpreis bedeutet, woher belegte Preise kommen, welche Posten bis zur Übergabe dazukommen und wie du am Ende Angebote vergleichst, ohne dich von Aktionspreisen blenden zu lassen.

Was der Grundpreis bedeutet

Der Grundpreis ist der Preis, den der Hersteller für eine Modellvariante in ihrer Basisausstattung empfiehlt, inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer. Er gilt für die schwächste Motorisierung oder den kleinsten Akku und die einfachste Ausstattungslinie, die bestellbar ist. In unserer Preisliste zeigen wir je Modell den niedrigsten Grundpreis aller aktuellen Varianten, deshalb das kleine Wort ab.

Wichtig ist der Zusatz aktuell. Hersteller ändern Preise mehrmals im Jahr, führen Sondermodelle ein oder streichen Varianten. Ein Preis ohne Datum ist deshalb wenig wert. Jeder Preis in unserer Liste hat eine Quelle und einen Stand; Preise, die älter als 60 Tage sind, markieren wir sichtbar. Liegt für ein Modell kein belegter Preis vor, lassen wir das Feld leer, statt zu schätzen.

Woher belegte Preise kommen

Belegt ist ein Preis für uns, wenn er aus einer Herstellerpreisliste, einer datierten Konfigurator-Angabe oder der ADAC-Autodatenbank stammt. Die ADAC-Autodatenbank führt für jede bestellbare Variante den Grundpreis und dazu technische Daten wie Akkukapazität, WLTP-Reichweite und Ladeleistung. Sie eignet sich deshalb gut als einheitliche Grundlage für einen Marktüberblick.

Stand Oktober 2026 umfasst unsere Preisliste 169 lieferbare Elektroauto-Modelle mit zusammen 898 Varianten, dazu kommen elf angekündigte Modelle mit Preis und Marktstart bis Mitte 2027. Für die lieferbaren Modelle gilt: Die Hälfte kostet in der günstigsten Variante weniger als 47.500 Euro, 23 Modelle liegen unter 30.000 Euro. Das günstigste lieferbare Modell beginnt bei 18.900 Euro. Diese Zahlen ändern sich mit jeder Preisrunde, die aktuellen Werte stehen immer auf der Startseite.

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Was kostet dein Wunsch-Elektroauto beim Händler wirklich?

Der Listenpreis ist nur der Anfang. Sag uns Modell und Postleitzahl, wir geben deine Anfrage an Autohäuser aus deiner Region weiter, die dir ein konkretes Angebot oder einen Termin zur Probefahrt schicken.

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Kostenloser Vermittlungsservice. Für die Vermittlung erhalten wir gegebenenfalls eine Vergütung von unseren Partnern, für dich entstehen keine Kosten.

Was bis zur Übergabe dazukommt

Zwischen Grundpreis und dem Betrag, den du tatsächlich überweist, liegen mehrere Posten. Der größte ist meist die Ausstattung: Farbe, Felgen, Assistenzpakete, Anhängerkupplung oder ein größerer Akku. Bei Elektroautos sind auch technische Optionen relevant, etwa eine Wärmepumpe oder ein stärkerer Bordlader für 22 kW. In unserer Datenbank haben rund 69 Prozent der Varianten die Wärmepumpe serienmäßig, bei den übrigen kostet sie teils mehrere hundert Euro.

Dazu kommen die Überführung vom Werk zum Händler, die Zulassung mit Kennzeichen und gelegentlich eine Auslieferungspauschale. Diese Kosten stehen oft klein gedruckt im Angebot. Ein Ladekabel für öffentliche AC-Säulen ist nicht immer dabei, das Notladekabel für die Haushaltssteckdose liefern viele Hersteller nur gegen Aufpreis.

Rabatte, Aktionen und Hauspreise

Händler weichen häufig vom Listenpreis ab. Nach dem Ende des staatlichen Umweltbonus im Dezember 2023 haben viele Hersteller eigene Prämien und Aktionspreise angeboten, die teils befristet sind. Solche Preise sind real, aber nicht vergleichbar, weil sie an Bedingungen geknüpft sein können, etwa an eine Finanzierung, eine Inzahlungnahme oder einen bestimmten Lagerwagen.

In unserer Preisliste stehen deshalb ausschließlich Grundpreise. Sie zeigen, wie die Modelle zueinander stehen. Für den Kauf lohnt es sich, mehrere Angebote für dasselbe Modell einzuholen und immer den Endpreis inklusive Überführung und Zulassung zu vergleichen.

Preis je Kilometer Reichweite als Vergleichsmaß

Ein niedriger Grundpreis sagt wenig, wenn das Auto nur eine kleine Reichweite hat. Eine einfache Kennzahl hilft: Grundpreis geteilt durch WLTP-Reichweite. Sie zeigt, wie viel ein Kilometer Norm-Reichweite beim Kauf kostet. Ein Modell für 30.000 Euro mit 300 Kilometern kostet 100 Euro je Kilometer, eines für 40.000 Euro mit 550 Kilometern rund 73 Euro.

Unsere Rangliste Preis je Kilometer Reichweite sortiert alle Modelle nach dieser Zahl, jeweils mit der besten Variante. Sie ersetzt nicht den Blick auf deinen Bedarf: Wer fast nur in der Stadt fährt, zahlt mit einem großen Akku für Reichweite, die er selten nutzt.

Die Kosten nach dem Kauf

Für die Kaufentscheidung zählt nicht nur der Preis, sondern was das Auto über die Jahre kostet. Bei Elektroautos sind das vor allem Wertverlust, Strom, Versicherung und Wartung. Die Kfz-Steuer entfällt bei Erstzulassung bis Ende 2030 für bis zu zehn Jahre, längstens bis Ende 2035. Strom kostet zuhause im Schnitt 36,2 Cent je Kilowattstunde laut Eurostat für das erste Halbjahr 2026; bei 16 kWh Verbrauch sind das knapp sechs Euro je 100 Kilometer.

Der Rechner Elektroauto gegen Verbrenner stellt alle Posten über deine Haltedauer gegenüber und zeigt, ab welcher Fahrleistung sich ein höherer Kaufpreis über niedrigere Energiekosten ausgleicht. Auf jeder Modellseite ist er mit dem Grundpreis und dem Verbrauch des Modells vorbelegt.

Warum Elektroautos unterschiedlich viel kosten

Den größten Anteil am Preis eines Elektroautos hat der Akku. Je mehr Kilowattstunden, desto teurer, weshalb viele Modelle in mehreren Akkugrößen angeboten werden. In unserer Datenbank reicht die Spanne innerhalb eines Modells oft über 10.000 Euro. Dazu kommen Leistung, Antrieb und Ausstattungslinie: Ein Allradantrieb mit zweitem Motor kostet meist mehrere tausend Euro Aufpreis.

Auch die Zellchemie spielt eine Rolle. Lithium-Eisenphosphat-Akkus, kurz LFP, kommen ohne Nickel und Kobalt aus und sind günstiger; sie stecken häufig in den Einstiegsvarianten. Rund ein Fünftel der Varianten in unserer Datenbank nutzt LFP-Zellen. Größere Reichweiten erreichen Hersteller meist mit Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen, die mehr Energie je Kilogramm speichern.

Preisentwicklung im Blick behalten

Elektroautopreise bewegen sich schneller als bei Verbrennern. Neue Wettbewerber, sinkende Batteriekosten und Aktionen der Hersteller führen dazu, dass sich Grundpreise innerhalb weniger Monate ändern. Für dich heißt das: Ein Preis aus einem Testbericht von vor einem Jahr ist heute oft nicht mehr aktuell.

Unsere Preisliste zeigt deshalb bei jedem Modell das Datum, an dem der Preis zuletzt belegt wurde. Ist ein Preis älter als 60 Tage, steht ein Hinweis daneben. Vor einer Kaufentscheidung lohnt sich trotzdem immer der Blick in den aktuellen Konfigurator des Herstellers, denn verbindlich ist allein das Angebot.

Preisklassen als Orientierung

Um den Markt zu überblicken, helfen Preisklassen. Unter 30.000 Euro finden sich vor allem kleine Stadtautos und einige kompakte Modelle. Zwischen 30.000 und 50.000 Euro liegt der breite Kern des Markts mit Kompaktwagen, Mittelklasse-Limousinen und vielen SUV. Darüber beginnen große SUV, Oberklasse-Limousinen und sportliche Modelle.

In jeder Preisklasse zeigen wir, wie viel Reichweite und Akku im Median drin ist. So erkennst du schnell, ob ein Angebot für seine Klasse viel oder wenig bietet.

So vergleichst du Angebote richtig

Erstens: gleiche Variante vergleichen. Akku, Leistung und Ausstattungslinie müssen übereinstimmen, sonst vergleichst du verschiedene Autos. Zweitens: Endpreis vergleichen, also mit Überführung, Zulassung und allen Paketen. Drittens: Lieferzeit und Bedingungen prüfen, denn ein günstiger Preis für ein Auto, das in neun Monaten kommt, ist nicht dasselbe wie ein Lagerwagen.

Viertens: auf die Details achten, die bei Elektroautos den Alltag prägen. Dazu gehören Wärmepumpe, DC-Ladeleistung, Akkugarantie und die Frage, ob ein Typ-2-Ladekabel beiliegt. Unsere Modellseiten listen diese Angaben je Variante, soweit die ADAC-Autodatenbank sie ausweist.

Selbst rechnen

Mit dem Rechner Elektroauto gegen Verbrenner rechnest du deinen Fall mit offen gelegten Annahmen nach. Alle Werkzeuge findest du in der Rechner-Übersicht, die Grundpreise aller Modelle in der Preisliste.

Häufige Fragen

Ist der Preis „ab“ der Endpreis?

Nein. Er ist der Grundpreis der günstigsten Variante in Basisausstattung. Ausstattung, Überführung und Zulassung kommen hinzu, Rabatte gehen ab.

Wie aktuell sind die Preise?

Jeder Preis hat ein Datum. Preise älter als 60 Tage markieren wir. Neue Herstellerpreislisten übernimmt die Redaktion per Import.

Warum fehlt bei manchen Modellen der Preis?

Wenn kein belegter Preis aus Herstellerpreisliste, Konfigurator mit Datum oder ADAC-Autodatenbank vorliegt, lassen wir das Feld leer, statt zu schätzen.

Gibt es noch den Umweltbonus?

Nein, die staatliche Kaufprämie endete mit dem Antragsstopp am 17. Dezember 2023. Ob es ein neues Förderprogramm gibt, prüfst du beim zuständigen Bundesamt.

Was ist der Unterschied zwischen Grundpreis und Bruttolistenpreis?

Der Grundpreis gilt für die Basisausstattung. Der Bruttolistenpreis eines konkret konfigurierten Autos enthält zusätzlich die gewählte Sonderausstattung und ist für die Dienstwagenbesteuerung maßgeblich.

Wie viel kostet ein Elektroauto im Durchschnitt?

Der Median der Grundpreise liegt in unserer Liste bei 47.500 Euro (Stand Oktober 2026). Die Hälfte der Modelle ist also günstiger, die andere Hälfte teurer.

Grundpreise laut Quelle und Datum, ohne Rabatte, Überführung und Zulassung. Keine Kauf-, Steuer- oder Rechtsberatung; verbindlich ist das Angebot des Händlers.

Redaktion

Recherchiert von der Redaktion Elektroauto-Preise.de, zuletzt geprüft am 14.10.2026. Zahlen belegen wir mit Quelle und Stand, Beispiele rechnen wir mit denselben Formeln wie die Rechner. Keine Kauf-, Steuer- oder Rechtsberatung. Fehler gefunden? Schreib uns.

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