Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion

So rechnet der Ladekosten-Rechner
Zuerst ermittelt der Rechner, wie viel Energie das Auto für deine Kilometer aus dem Akku braucht: Kilometer geteilt durch 100 mal Verbrauch. Dann verteilt er diese Menge auf die drei Ladeorte nach deinem Mix und schlägt die Ladeverluste auf, beim Wechselstromladen standardmäßig 10 Prozent, am Schnelllader 5 Prozent. Diese Verluste sind Rechenannahmen, die du anpassen kannst.
Jede Menge wird mit ihrem Preis multipliziert. Zuhause ist der Haushaltsstrompreis vorbelegt, aktuell 36,2 Cent je kWh laut Eurostat. Für öffentliche Säulen nutzt der Rechner die Beispielpreise aus der ADAC-Marktübersicht (Stand 06.07.2026): 52 Cent im Vertragstarif und 84 Cent ad hoc an der Autobahn.
Wer überwiegend zuhause lädt, für den ist der Haushaltsstrompreis der wichtigste Hebel. Ein Elektroauto mit 15.000 Kilometern im Jahr braucht grob 2.500 bis 3.000 kWh zusätzlich, das verändert die Tarifwahl. Ein Vergleich mit dem neuen Gesamtverbrauch zeigt, welche Tarife im eigenen Netzgebiet günstiger sind.
Zuhause, Wallbox oder Steckdose
Laden zuhause ist fast immer am günstigsten, weil du deinen eigenen Stromtarif zahlst. Eine Wallbox lädt mit 11 kW dreiphasig deutlich schneller und sicherer als eine Haushaltssteckdose, an der viele Autos nur mit 2,3 kW laden; dort sind die Verluste in der Regel höher. Wer eine Photovoltaikanlage hat, kann einen Teil des Stroms selbst erzeugen und rechnet dann mit einem niedrigeren Mischpreis.
Wichtig für Mieter und Eigentümer: Jede Wallbox muss vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden; Ladeeinrichtungen mit mehr als 12 kW brauchen zusätzlich dessen Zustimmung (§ 19 Niederspannungsanschlussverordnung). Die Installation gehört in die Hand eines eingetragenen Elektrofachbetriebs.
Öffentlich laden ohne böse Überraschung
An öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich die Preise je nach Anbieter, Tarif und Ladeleistung stark. Ladetarife mit monatlicher Grundgebühr lohnen sich nur, wenn du regelmäßig unterwegs lädst; dafür gibt es das Feld Grundgebühr. Achte außerdem auf Blockiergebühren, die nach einer bestimmten Standzeit pro Minute anfallen können.
Der Vergleich am Ende zeigt dir, wie viel du gegenüber einem Verbrenner mit gleicher Fahrleistung an Energiekosten sparst oder draufzahlst. Gerade Vielfahrer ohne eigene Lademöglichkeit sollten diese Zeile genau anschauen.
Beispielrechnungen
| Modell und Lademix | je 100 km | im Jahr |
|---|---|---|
| VW ID.3, 14,0 kWh, fast nur zuhause | 5,82 € | 872 € |
| VW ID.3, 14,0 kWh, viel unterwegs | 9,01 € | 1.352 € |
| Tesla Model Y, 13,4 kWh, fast nur zuhause | 5,57 € | 835 € |
| Tesla Model Y, 13,4 kWh, viel unterwegs | 8,63 € | 1.294 € |
| Renault R5 E-Tech, 14,4 kWh, fast nur zuhause | 5,98 € | 897 € |
| Renault R5 E-Tech, 14,4 kWh, viel unterwegs | 9,27 € | 1.391 € |
| Škoda Elroq, 15,1 kWh, fast nur zuhause | 6,27 € | 941 € |
| Škoda Elroq, 15,1 kWh, viel unterwegs | 9,72 € | 1.458 € |
WLTP-Verbrauch der günstigsten Variante laut ADAC-Autodatenbank, 15.000 km im Jahr, Preise wie vorbelegt.
Häufige Fragen
Was kostet eine volle Akkuladung?
Akkukapazität mal Strompreis plus Ladeverluste. Ein 60-kWh-Akku kostet zuhause bei 36,2 Cent je kWh und 10 Prozent Verlust rund 24 €. Am Schnelllader für 84 Cent je kWh sind es gut 50 Euro.
Wie hoch sind die Ladeverluste?
Beim Laden mit Wechselstrom gehen typischerweise einige Prozent beim Umwandeln im Bordlader und durch Wärme verloren, an der Haushaltssteckdose meist mehr als an der Wallbox. Der Rechner nimmt 10 Prozent für AC und 5 Prozent für DC an; du kannst beide Werte ändern.
Lohnt sich ein spezieller Autostromtarif?
Das hängt vom Tarif und von einem eventuell nötigen separaten Zähler ab. Rechne mit dem Arbeitspreis des Angebots im Feld Preis zuhause und vergleiche die Jahreskosten.
Warum ist Laden unterwegs so teuer?
Schnellladesäulen sind teuer in Bau und Betrieb, und ohne Vertrag zahlst du meist den höchsten Preis. Laut ADAC kann Ad-hoc-Laden bis zu 62 Prozent teurer sein als ein vertragsbasierter Tarif ohne Grundgebühr.
Keine Kauf-, Steuer- oder Rechtsberatung
Alle Preise sind Grundpreise der Basisausstattung laut der genannten Quelle mit Datum; Aktionen, Händlerrabatte, Überführung, Zulassung und Sonderausstattung sind nicht enthalten. Rechenergebnisse sind Beispielrechnungen mit den Werten und Annahmen, die auf der Seite stehen. Sie ersetzen keine Beratung durch Steuerberatung, Verbraucherzentrale oder Händler.
Quellen und Stand
Fachlich geprüft am 14.10.2026 · Redaktion
- Eurostat: Strompreise für Haushalte (nrg_pc_204)
- Europäische Kommission: Weekly Oil Bulletin
- ADAC: Ladetarife für Elektroautos 2026, Marktübersicht
- ADAC-Autodatenbank: Grundpreise und technische Daten (Abruf 14.10.2026)
Zusammenstellung, Rechenkern und Pflege: Redaktion Elektroauto-Preise.de. Preis veraltet oder Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren sichtbar.